Der perfekte Tag!
Der 15. August – Maria Himmelfahrt – ist ja seit jeher wie ein magischer Tag, an dem allerorts die Kräuter gesammelt und verarbeitet werden. Dieser Tag bezeichnet quasi das Ende des blühenden Sommers und geleitet uns schon langsam hinein in den Herbst.
Tatsächlich ist auch genau dieser Tag perfekt, um meine Tinktur „Mönchsblut“ anzusetzen. Für diese Rezeptur nehme ich sieben heimische Kräuter, die sich alle positiv auf die Blutqualität und / oder den Kreislauf auswirken.
Auf dieses Thema bin ich bekommen über Pfarrer Kneipp, von dem ich ja ein großer Fan bin. Und zwar ist Kneipp der Ansicht, dass gesundes Blut vonnöten ist, um (auch im Alter) gesund zu bleiben. Er schreibt, dass im Grunde jede Krankheit ihren Ursprung in schlechtem Blut hat.
Eine Tinktur wie das „Mönchsblut“ kann uns helfen, eine bessere Blutqualität und somit eine höhere Lebensqualität zu erreichen. Man sollte solch eine Tinktur immer kurweise verwenden, das heißt täglich zweimal über einen Zeitraum von zum Beispiel sechs oder acht Wochen. Vor allem wenn man überlegt, eine Frühjahrskur zu machen, kann diese schmackhafte Essenz sehr gut mit integriert werden.
Für dieses Produkt ist wirklich der perfekte Zeitpunkt vonnöten. Denn da ich nur frische und keine getrockneten Kräuter verwenden möchte, muss alles gleichzeitig zum ernten verfügbar sein. Der 15. August eignet sich da hervorragend, da dann die Kräuter wie das Johanniskraut oder der Ysop gerade noch so blühen, aber gleichzeitig der Weißdorn schon seine schönen roten Früchte trägt. Tatsächlich also nur eine minimale Zeitspanne im ganzen Jahr, in der ich die Tinktur ansetzen kann.
Bei dieser Tinktur arbeite ich mit 96%igem Bio-Ethanol, den ich dann noch auf 60% Alkoholgehalt verdünne. Der richtige Alkoholgehalt ist immer wichtig, wenn man eine gelungene Tinktur erhalten möchte. Je nachdem was man ausziehen möchte, haben sich eigentlich die folgenden Vol% sehr bewährt:
Für Stärke und Schleimstoffe ca. 20 Volumenprozent
Für Glykoside, Flavonoide, Scharf- und Bitterstoffe ca. 30-40 Volumenprozent
Für Gerbstoffe und -säuren ca. 50 Volumenprozent
Für Alkaloide und ätherische Öle ca. 50-70 Volumenprozent
Für fette Öle, ätherische Öle und Harze ca. 70-95 Volumenprozent
Die fertige Tinktur wird dann immer tröpfchenweise mit Wasser verdünnt und zu bestimmten Zeiten getrunken. Das „Mönchsblut“ zum Beispiel nimmt man am besten einmal in der Früh und einmal mittags zu je 25-30 Tropfen ein. Damit tut man nicht nur etwas für seine Gesundheit, sondern man macht das Glas Wasser auch noch richtig schmackhaft, denn so eine Tinktur kann durchaus einen überraschend guten Geschmack mitbringen.
Die Herstellung einer eigenen Tinktur ist eigentlich kinderleicht. Man füllt ein geeignetes Gefäß mit zerkleinerten frischen Kräutern (bei getrockneten Kräutern nur etwas mehr als die Hälfte) und übergießt dann alles mit einem geeigneten Alkohol. Hier eignet sich ganz gut der Weinbrand, aber auch Wodka und andere Schnäpse kann man gerne dafür hernehmen.
Das Ganze lässt man dann gut verschlossen an einem hellen Ort bei Zimmertemperatur stehen und rührt regelmäßig um. Je nachdem was man angesetzt hat, sollte der Ansatz nach zwei bis fünf Wochen fertig sein. Es muss dann nur noch mit einem geeigneten Filter (z.B. Kaffeefilter) gefiltert werden und dann alles am besten in Braunglasflaschen abfüllen.